Du denkst du kannst nicht malen? Super!

Art Counseling ist kreative Begleitung – ein geschützter Raum, in dem du mit Farben, Formen und Materialien in einen Dialog mit dir selbst trittst. Nicht das fertige Bild zählt – sondern das, was beim Gestalten sichtbar wird.

Vielleicht kennst du das vage Gefühl, dass etwas in dir Ausdruck sucht. Das Arbeiten mit den Händen holt dich aus dem Kopf heraus und öffnet den Zugang zu dem, was unbewusst ist. Manchmal ruckelt es ein wenig. Das ist ok.

Atelier-Situation: Blick in den Arbeitsraum während eines Workshops

Alles, was du brauchst, ist schon in dir. Du darfst es entdecken!

Wie funktioniert das?

Du gestaltest. Ich spüre mit und halte den Raum.

Du malst, formst oder collagierst – intuitiv, ohne Vorgabe, ohne Bewertung. Dabei kommen Dinge zum Ausdruck, die im Alltag oft keinen Platz finden: Gefühle, Sehnsüchte, innere Bilder, die du vielleicht noch gar nicht in Worte fassen kannst. Wir schauen uns in Ruhe an, welches Thema gerade bearbeitet werden will. Oft gebe ich einen Impuls hinein, der es dir erleichtert, ins Tun zu kommen.

Sobald der kreative Arbeitsprozess beginnt, übernehmen deine Hände das Kommando. Sie wissen meist sehr gut, wo die Reise hingeht. Auch wenn dein Kopf vielleicht skeptisch ist und sich die Frage stellt: Was soll denn dabei rauskommen?

Die Antwort: nichts! Nichts, was du bewusst steuerst. Wir versuchen einen Zugang zu deinem Unterbewussten zu eröffnen. Der Bewertungsdrachen darf draußen bleiben! Es ist nicht wichtig, dass ein schönes Ergebnis herauskommt (obwohl das manchmal ganz nebenbei passiert), sondern, dass dein innerer Prozess für dich sichtbar wird. Sehr oft ist es berührend, auf einer sehr emotionalen Ebene, was in deiner Arbeit steckt. Ich begleite dich sicher und halte den geschützten Raum.

Welche Themen können bearbeitet werden?
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    Persönlichkeitsentwicklung
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    Empowerment
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    Resilienz
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    Teambuilding/Teamresilienz
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    Beziehungen (Familie, Partner, Beruf)
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    …und viele mehr!

Abgrenzung

Also ist es Therapie?

Art Counseling ist keine Kunsttherapie und keine Psychotherapie im klinischen Sinne. Es geht nicht um Diagnosen, nicht um klinische Behandlung und nicht um künstlerisches Können.

Es ist ein ressourcenorientierter Ansatz: Er baut auf dem auf, was schon in dir da ist – auf deinen Stärken, deinen Erfahrungen. Und es hilft dir, deinen inneren Dialog sichtbar zu machen, ganz ohne Sprache.

keine Therapiekreative Begleitung
keine Bewertungechtes Zuhören
kein Talent nötigEinlassen reicht
kein Ergebnisdruckohne Bewertung

Meine Haltung

Dialogisch arbeiten.

Meine Arbeit steht in der Tradition des dialogischen Prinzips von Martin Buber1 und der Humanistischen Psychologie2. Es geht dabei um die Annahme, dass jeder Mensch schon alles in sich trägt, was er braucht. Jeder Mensch trägt in sich die Fähigkeit, sich aus sich selbst heraus zu entwickeln und zu gestalten. Dialogisch bedeutet: wertschätzend und auf Augenhöhe zu begegnen. Was dabei entsteht, entsteht im Dazwischen, dem Du und dem Ich. Beim Art Counseling ist das Werk, das entsteht, ebenfalls wichtig. Du, Ich und Werk bilden ein Dreieck. In dieser Begegnung und Dynamik passiert etwas. 

Innere Haltung führt zu Begegnung und gemeinsamer Entwicklung statt bloßem Austausch

„Das Wesentliche passiert nicht in mir und nicht in dir, sondern zwischen uns.“

Präsenz statt Technik.

Von Carl Rogers2, einem der wichtigsten Vertreter der Humanistischen Psychologie kommt die Überzeugung, dass Entwicklung dort geschieht, wo drei Bedingungen zusammenkommen: echtes, ungekünsteltes Dasein (Kongruenz), einfühlendes Verstehen (Empathie) und eine bedingungslos wertschätzende Haltung.

Ich begegne dir/deinem Team als ganzem Menschen – nicht als Aufgabe, die es zu lösen gilt. Nicht die Technik trägt diese Arbeit, sondern die innere Haltung, mit der ich präsent bin.

„Nicht etwas mit jemandem machen, sondern bei jemandem sein.“

Illustration zu Respekt und Achtsamkeit

Respekt & Achtsamkeit

Was du mitbringst, hat einen Platz.

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Dialogisch arbeiten ist nie nur kognitiv – es schließt Körperempfindungen, Atmosphäre und den Raum zwischen den Menschen mit ein. Auch das Leibliche gehört zur Begegnung dazu.

Leiblichkeit im Dialog

Illustration zur Offenheit

Offenheit

Ich weiß nicht im Voraus, wohin wir gehen.

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Das Aushalten von Nicht-Wissen ist zentral: dialogisch arbeiten heißt, den Mut zu haben, nicht sofort zu deuten oder zu lösen. Auch Stille ist Dialog.

Nicht-Wissen aushalten

Illustration zur inneren Haltung

Innere Haltung

Bei dir sein, nicht über dich verfügen.

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Nach Martin Buber begegnen wir einem Gegenüber nicht als Objekt („Ich-Es“), sondern als ganzem Wesen („Ich-Du“). Aus der humanistischen Psychologie wird daraus Haltung: Empathie, Kongruenz, bedingungslose Wertschätzung.

nach Buber1 · Rogers2

Illustration zum Raum zwischen den Menschen

Gemeinsame Entwicklung

Was zwischen uns geschieht, bewegt uns beide.

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Buber nennt es „Zwischenheit“: Das eigentlich Bedeutsame einer Begegnung wohnt weder in der einen noch in der anderen Person, sondern in dem Raum, der sich zwischen ihnen aufspannt.

Zwischenheit1

Quellenangaben

  1. Buber, Martin: Das dialogische Prinzip. Ich und Du / Zwiesprache / Die Frage an den Einzelnen / Elemente des Zwischenmenschlichen / Zur Geschichte des dialogischen Prinzips. Gütersloher Verlagshaus, 10. Auflage 2006, 336 Seiten. ISBN 978-3-579-02565-0.
  2. Rogers, Carl R.: Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Aus dem Amerikanischen von Jacqueline Giere. Klett-Cotta, Stuttgart, 21. Auflage 2018, 410 Seiten. ISBN 978-3-608-96417-2.

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